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Patellaspitzensyndrom im Handball - Prävention durch Einsatz von Tracking-Systemen

Hand­ball­spie­ler gehö­ren zur Risi­ko­grup­pe für Knie­ver­let­zun­gen. Laut VBG (2021) gehö­ren die­se mit 13,7% zu den zweit­häu­figs­ten Ver­let­zun­gen im Hand­ball. Sol­chen Ver­let­zun­gen, wie bei­spiels­wei­se das Patellaspit­zen­syn­drom, kann durch den Ein­satz von Tracking-Sys­te­men vor­ge­beugt werden. 

Kinexon Handballspieler in Spielsituation im Sprung
MunichMai 30, 2022

Bles­su­ren im Knie gehö­ren im Hand­ball zur zweit­häu­figs­ten Ver­let­zung. Ein Bei­spiel dafür ist das Patellaspit­zen­syn­drom, was oft­mals als Über­be­las­tungs­re­ak­ti­on auf Sprün­ge sowie Be- und Ent­schleu­ni­gun­gen entsteht. 

Die Fol­ge ist ein ermü­de­ter oder ver­kürz­ter Bein­stre­cker, der Zug­kraft auf das Knie aus­übt. Das kann zu hohen Belas­tun­gen am Seh­nen-Kno­chen-Über­gang am unte­ren Ende der Knie­schei­be und einer Irri­ta­ti­on bzw. Dege­ne­ra­ti­on der Patel­la­seh­ne führen. 

Mit­tels gewollt hoher Trai­nings­be­las­tung kann die­ses Risi­ko jedoch mini­miert wer­den. Wich­tig dabei ist das rich­ti­ge Trai­nings­vo­lu­men, da sich zu hohe Belas­tun­gen wie­der­um nega­tiv aus­wir­ken kann. Tracking-Sys­te­me bie­ten hier die Mög­lich­keit der genau­en Über­wa­chung und Steuerung. . 

Hilf­rei­che Metri­ken zur Prä­ven­ti­on von Patellaspitzensyndromen

  • Jump Load Per Mass: 

Kon­stant hohe Wer­te die­ser Metrik kön­nen dar­auf hin­wei­sen, dass die Erho­lungs­maß­nah­men ange­passt wer­den müs­sen, denn sie las­sen Rück­schlüs­se auf die Ermü­dung des Qua­dri­zeps zu — und mit des­sen Gefahr der Ver­kür­zung steigt das Risi­ko für ein Patellaspitzensyndrom. 

Der Jump Load Per Mass eig­net sich zusätz­lich zum Ver­gleich von ver­schie­de­nen Spie­lern, da auch das Gewicht eines Spie­lers, wel­ches einen gro­ßen Ein­fluss auf die Sprung­be­las­tung hat, berück­sich­tigt wird. 

  • Acce­le­ra­ti­on-Load:

Gibt an, wie inten­siv Bewe­gun­gen oder Pha­sen sind. Erho­lungs­maß­nah­men kön­nen hier­auf abge­stimmt werden. 

  • Sprün­ge, Be- und Ent­schleu­ni­gun­gen (gesamt):

Geben einen Über­blick über die Häu­fig­keit der ris­kan­ten“ Bewegungen 

Der Jump Load ist im Trai­ning meist höher als im Spiel, da hier eine höhe­re Anzahl an Sprün­gen statt­fin­det (VBG-Sport­re­port 2021, S.99). Beim Acce­le­ra­ti­on Load ver­hält es sich umge­kehrt: Die­ser ist im Spiel oft höher als im Trai­ning, da hier anspruchs­vol­le­re und inten­si­ve­re Beschleu­ni­gun­gen stattfinden. 

Der Ein­satz von Metri­ken als Frühwarnsystem

Unser Tracking-Sys­tem kann als Früh­warn­sys­tem fun­gie­ren und Trai­ner mit Flag­ging Charts war­nen, zum Beispiel… 

  • …, wenn Belas­tun­gen höher sind als gewöhnlich 
  • …, wenn wie­der­hol­te Spit­zen­wer­te auf­ge­stellt werden 
  • …, wenn ein bestimm­ter Wert zwei Mal hin­ter­ein­an­der höher ist als üblich 

Folg­lich kön­nen eini­ge (prä­ven­ti­ve) Gegen­maß­nah­men ein­ge­lei­tet wer­den, wie etwa 

  • Redu­zie­rung von Übun­gen, die das Risi­ko für Patellaspit­zen­syn­dro­men erhöhen 
  • Zusätz­li­ches Trai­ning zur Stär­kung der Muskulatur
  • Deh­nungs­übun­gen zur Vor­beu­gung von Verletzung


ZU KIN­EXON HANDBALL 


Bei­spie­le

Die unten­ste­hen­den Ereig­nis-Streu­dia­gram­me zei­gen, wie oft Ereig­nis­se wie Be- und Ent­schleu­ni­gun­gen sowie Sprün­ge mit maxi­ma­lem Aus­maß im Spiel vor­kom­men. Es lohnt sich, einen genaue­ren Blick auf die­se Wer­te zu wer­fen, um Ath­le­ten best­mög­lich vor Ver­let­zun­gen zu schüt­zen und sie bei der Leis­tungs­op­ti­mie­rung zu unter­stüt­zen. Spe­zi­ell Rück­raum- und Kreis-Spie­ler sind auf­grund der hohen Anzahl an Aktio­nen ver­let­zungs­an­fäl­li­ger (VBG, S.101).

Abbil­dung 1, Bei­spiel: Ein Spie­ler, Rück­raum, Spiel 

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